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Ex_Piano_Revisited

Elena Rykova: 101% mind uploading
for *three musicians, prepared piano, percussion and objects (2015) / 10'

Sara Glojnarić: Latitudes
for piano and video (2020)UA / 10'
Kompositionsauftrag von Magdalena Cerezo Falces**

Peter Ablinger: Nr. 55 - John Cage and Morton Feldman (2018)
aus dem Zyklus "Voices and piano" / 8'

John Cage: Suite
for toy piano (1948) / 7'

Pause

Rolf Riehm: Hamamuth – Stadt der Engel (2006)
für Klavier solo (2005) / 30'


* Yu-Ting Mabel Huang, Jana Luksts
Ui-Kyung Lee, Technik

Magdalena Cerezo Falces, Klavier


** Das Konzert findet statt mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart
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„Warum wird noch für Klavier geschrieben? Brauchen wir es noch?“ fragt sich die junge Pianistin Magdalena Cerezo Falces und macht sich unter der programmatischen Überschrift „Ex_Piano_Revisited“ auf die Suche nach Antworten. Die findet sie in der Gegenüberstellung von Kompositionen der klassischen Moderne mit solchen der jüngeren wie jüngsten Komponist:innen-Generation: In Elena Rykovas Werk mutiert der Flügel zum Schlaginstrument und experimentellen Klanglabor. In der Uraufführung von Sara Glojnarićs „Latitudes“ ist das Klavier bis zur Unkenntlichkeit präpariert, obendrein ergänzt durch ein Video. Bei Peter Ablinger erlebt das Publikum, wie die strukturellen Analysen der Stimmen von John Cage und Morton Feldman zu einem singulären Klaviersound mutieren. Für das schlicht als „Suite“ benannte Stück für toy piano hat John Cage das Virtuosenklischee liebevoll ironisch aufs Korn genommen. Und in Rolf Riehms „Hamamuth – Stadt der Engel“ geht es dann doch noch auf sehr körperintensive Art virtuos zu. Mit den Kriegsverwüstungen im Irak vor dem inneren Auge komponierte Riehm eine Suche nach den Engeln – denn „in der Zerstörung ist das "Heilige" besonders gegenwärtig...“
Das Fazit der Recherche von Magdalena Cerezo Falces: Wir brauchen das Klavier noch, weil noch lange nicht alle Klangmöglichkeiten ausgeschöpft sind.

 

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