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Theoriegelage

17.01.2015 Theaterhaus Stuttgart / P1

Regie: Raphael Sbrzesny
Klavier: Neus Estarellas Calderon/Voices and piano von Peter Ablinger

Bei einem Gelage spielt die geistreiche witzige Unterhaltung eine wichtige
Rolle. Bei manchen Gelagen war das erklärte Ziel die Trunkenheit der Teilnehmer.
Oft traten Flöten- und Zitherspielerinnen auf oder jugendliche Sklaven
und Gaukler zeigten mimische Darstellungen und Kunststücke. Wer im
Trinkwettkampf das meiste vertrug, erhielt einen Kuchen; die Eingeschlafenen
wurden verhöhnt und mit Wein begossen.
 
Am 17. Januar 2015 sind alle Akteure der Stuttgarter Neuen Musikszene im
Theaterhaus zu einem solchen Gelage eingeladen. Jeder wird seine Lieblingsbücher
oder -kataloge, Noten, Partituren, CDs oder DVD-Schuber mitbringen,
darüber sprechen und die restlichen Teilnehmer geistreich unterhalten.
Vielleicht werden kleinere Kunststücke und mimische Darstellungen aufgeführt,
sicher werden alle sehr betrunken sein. Dies alles passiert jedoch nicht wie
sonst nach Konzerten, einem Empfang eines Festival oder einer Uraufführung,
sondern bildet den Grundstein des neuen Jahres für die Szene Neuer
Musik in Stuttgart.
 
Die Leitung des Gelages liegt bei Raphael Sbrzesny. Traditionell legt der
von der Gesellschaft gewählte oder durch das Los bestimmte Vorsteher das
Mischungsverhältnis des Weines fest. Zugelassen zum Gelage ist nur, wer
mindestens zehn Zeugnisse seines derzeitigen Interesses mitbringt und bereit
ist, diese in der Gemeinschaft kurz vorzustellen.
Das Theoriegelage ist die
erste Veranstaltung des Stuttgarter Kollektivs für aktuelle Musik im Jahre 2015
und soll zur Klärung zentraler Begriffe beitragen. Für Getränke ist gesorgt.

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